Oderbruch will Europäisches Kulturerbe werden

Oderberg - Das Oderbruch will den Titel "Europäisches Kulturerbe" erringen. Wie die Landkreise Barnim und Märkisch-Oderland übereinstimmend mitteilten, sei eine entsprechende umfangreiche Bewerbung vergangene Woche an Kultusministerkonferenz (KMK) ergangen. Die Unterlagen wurden im Wesentlichen durch die Stiftung Oderbruch gesammelt und durch die Städte un Gemeinden im Oderbruch finanziert. Auch der Landkreis Märkisch-Oderland hat wesentlich zur Finanzierung des Projektes beigetragen. Wie viel Geld die Kommunen und der Landkreis bereits in die Bewerbung investiert haben, wurde nicht mitgeteilt.

Mit dem Kulturerbe-Titel werden besondere Orte, Denkmäler oder kulturelle Errungenschaften in der EU und der Schweiz ausgezeichnet. Neben dem Titel an sich geht mit der Auszeichnung auch eine finanzielle Förderung durch die Europäische Kommission einher. Das Oderbruch wäre die erste Landschaft, die den Kulturerbe Titel erhält. "Als klar abgrenzbarer und größter besiedelter Flusspolder Europas verfügt es über ein raumübergreifendes Wassersystem, eine so genannte Landschaftsmaschine, die technische Elemente aus über 250 Jahren in einer Ausdehnung von fast 1.000 km² integriert," heißt es in der Pressemitteilung über die Bewerbung. 

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Die Kultusministerkonferenz kann aus allen Bewerbungen nur zwei Bewerber auswählen, die sie dann bei der Europäischen Kommission für das Programm vorgeschlagen werden. Das System sieht versteht sich als Ergänzung zu den Titeln "Weltnaturerbe" und "Weltkulturerbe" der UN-Organisation UNESCO.

Bisher wurde das Siegel in Deutschland nach dem aktuellen Fördersystem dreimal vergeben. So dürfen sich die Stätten des Westfälischen Friedens in Münster und Osnabrück, die musikalischen Stätten der Stadt Leipzig und das Hambacher Schloss nebst der Stadt Neustadt an der Weinstraße als Wiege der deutschen Nationalbewegung den Titel des europäischen Kulturerbes beilegen. 

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