Bäume leiden unter Dürre

Oderberg - Der zweite Dürresommer in Folge hat den Brandenburger Wäldern schwer zugesetzt. Wie das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde in seinem aktuellen Bericht schreibt, sind vor allem Buchen betroffen. Doch auch Ahornbäumer und Kiefern zeigten deutliche Schäden durch Pilze und Schädlinge. "Bereits im Sommer zeigten sich ähnliche Symptome in Thüringen", heißt es in dem Bericht, der vor allem Waldbesitzern und der Forstwirtschaft dient.

Die Rotbuchen würden vor allem durch den Kleinen Buchenborgenkäfer befallen. Er nistet in der Rinde der Rotbuchen und sorgt durch seinen Fraß zunächst für schütteres Laub und einen gestörten Nährstoffhaushalt im Baum. Im weiteren Verlauf kommt es dann vor allem bei anhaltender Trockenheit auch zum Ablösen der Rinde und schließlich zum Absterben der Pflanze. Dadurch dass die empfindlichen Buchen nach zwei Hitzesommern ausgedörrt und geschwächt seien, habe der Schädling besonders einfaches Spiel.

Neben diesen krabbelnden Schädlingen treten nach der Dürre auch der Buchdrucker, der Blaue Kiefernprachtkäfer und der Lärchenborkenkäfer vermehrt auf. Als Gegenmaßnahme empfehlen die Waldschützer vor allem die gezielte Entnahme von befallenen Bäumen, wobei möglichst keine befallene Rinde im Wald zurückbleiben darf. Mit 1353 Hektar Fläche, vernichteten Waldbrände in diesem etwas weniger Baumbestand als noch 2018, wobei die größte Häufung im Juni lag.

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