Verdi-Oper scheitert an Parkplatzsatzung

Oderberg - Die Neuauflage des Opernspektakels vor der Kulisse des Schiffshebewerks in Niederfinow droht in diesem Jahr zu scheitern. Wie aus einer Vorlage des Amtes Britz-Chorin-Oderberg hervorgeht ist das Wasser- und Straßenamt Eberswalde (WSA) nicht bereit die notwendige Ausnahmegenehmigung für die Nutzung des Parkplatzes zu erteilen. Das Schriftstück liegt dieser Zeitung vor. "Das Wasser- und Schifffahrtsamt signalisierte, mit derartiger Nutzung nicht einverstanden zu sein", schreibt Amtsdirektor Jörg Matthes (SPD) in einer Stellungnahme an die Gemeindevertretung des Dorfes. Das Gremium sollte sich mit der Genehmigung der Veranstaltung befassen.

Opernsänger bei der Aufführung von "Nabuco" vor dem Hebewerk. Bild: Gollner


Veranstaltungsort für die Verdi-Gala sollte dieses Jahr wieder der untere Parkplatz sein. Er befindet sich zwischen Schiffshebewerk und Lieper Schleuse, so dass das Industriedenkmal als Kulisse im Hintergrund zur Opernbühne dient. Für den Platz ist zwischen den Amtsverwaltung und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes eine Nutzungssatzung vereinbart. Diese sieht vor, dass das Gelände als "öffentlicher Parkplatz" genutzt wird. Andere Nutzungen sind in der Satzung hingegen nicht vorgesehen.

Warum das WSA die Genehmigung in diesem Jahr versagen will, war am Donnerstag noch nicht bekannt. Eine Anfrage der Oderberger Zeitung blieb unbeantwortet. Ein möglicher Grund könnte der erhöhte Aufwand an Personal sein, der für die Betreuung der schifffahrtstechnischen Anlagen während der Gala anfällt. Im vergangenen Jahr hatten rund 700 Gäste am ersten August-Samstag die Oper "Nabucco" besucht. Medien sprachen sogar von bis zu 1000 Besuchern.
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pvk
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Oderberger Zeitung

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