Schleusensaison beginnt zu Ostern

Oderberg - Die Wassersportsaison beginnt für die meisten Schleusen im Bereich des Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Eberswalde pünktlich zu Ostern. Am Gründonnerstag (18.04.2019) werden die Schleusentore und Klappenbrücken zum Betrieb geöffnet. Das teilte das WSA am Freitag in einer Presseerklärung mit. Die Schleusen sind dann täglich von 09.00 Uhr bis 16.45 Uhr geöffnet. Diese Öffnungszeiten gelten bis zum 13.10. diesen Jahres, heißt es in der Mitteilung weiter. Zu Beginn der Saison will am Mittwoch der Bürgermeister von Eberswalde - als größte Anliegergemeinde -gemeinsam mit Vertretern des WSA an der Stadtschleuse Eberswalde vor die Presse treten.

Stadtschleuse Eberswalde. Bild: WSA Eberswalde


Auch wenn das WSA bereits das Hafenfest in Eberswalde am 18.05. ankündigt, wird es eine schwierige Saison für den Wassersport im Barnim. Die Schleuse Ragöse, am östlichen Stadtrand von Eberswalde, bleibt noch bis zum 29.05. für den Schiffsverkehr gesperrt. Dort müssen die altersschwachen Schleusentore ausgetauscht werden, da sich der Biber an ihnen ausführlich zu schaffen gemacht hat.

Schwerer wiegt die Sperrung des Oder-Havel-Kanals wegen eines Bombenfundes in Oranienburg. Hier wird die Sondierung der Fläche einschließlich des Baus eines Spundwandkastens bis mindestens Ende Mai dauern. Wegen eines weiteren Bombenverdachts ist inzwischen auch die Ausweichstrecke über das Oranienburger Stadtgebiet für Boote nicht mehr schiffbar.

Damit kann die kommerzielle Schifffahrt die Oderregion nicht mehr erreichen, da auch die Umfahrung über die Oder aufgrund fehlenden Wasserstandes ausfällt. In Richtung Norden ist für Boot und Schiffe spätestens an der Schleuse Zaaren Schluss. Die Schleuse wird wegen Munitionsfunden mindestens bis August geschlossen bleiben.

Gleichzeitig ist der Finowkanal auch verwaltungstechnisch in einem schwierigen Jahr. Einerseits will die Kreisverwaltung sowohl dem Förderverein, als auch der Zweckgemeinschaft in die Bücher schauen. Medienberichten zufolge sind auch gegen den Verein, der die Schleusenwärter bezahlt Ermittlungen anhängig. Hier soll es zu Unregelmäßigkeiten bei der Personalabrechnung gekommen sein. Doch es gibt zum doppeljährigen 400-Jahr-Jubiläum auch positive Nachrichten. So hat sich das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur erstmals seit langem zum Erhalt des Kanals bekannt. Wie genau die Lastenteilung zwischen Bund, Land, Kreis und Anliegerkommunen aussehen kann, ist noch unklar.
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pvk
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Oderberger Zeitung

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