Kripo: Party-Diebe vor allem rund um Bernau aktiv

Oderberg - Nachdem die Polizei am Montag vor ungebetenen Partygästen gewarnt hatte, sind nun mehr Details zu den jugendlichen Störenfrieden bekannt geworden, die vor allem im Berliner Umland des Barnim Feiern von Jugendlichen stören und dabei auch Straftaten begehen. "In den vergangenen vier Monaten hatten wir neun bis zehn solcher Vorfälle," erklärte der Leiter der Kriminalpolizei in der Polizeiinspektion Barnim auf Anfrage der Oderberger Zeitung. Besonders massiv sei das Problem am vorgegangenen Wochenende in Erscheinung getreten.

Nicht jede Feier im Barnim endet offenbar so ausgelassen. Bild: DJmag.com


Wie die Polizei warnte, hätten sich die Täter in diesen Fällen Zutritt zu privaten Feiern in Wohnungen, Häusern oder Vereinsräumen verschafft. Neben dem uneingeladenen Verzehr von Speisen und Getränken, seien die Jugendlichen bei Ansprache aggressiv geworden. Es kam zu Körperverletzungen. Auch Diebstähle von Gegenständen und Wertsachen wurden den Party-Rowdies zur Last gelegt. Die Rowdys verschwanden zügig, wenn die Polizei alarmiert wurde.

Junge Männer um 20 Jahre

"Es kann bei den 3-4 mehrfach festgestellten jungen Männern davon ausgegangen werden, dass sie die Parties gezielt gesucht und aufgesucht haben", schrieb der Kriminalist. Es handle sich um Deutsche Heranwachsende im Alter von zirka 20 Jahren. Örtlich sei ein Schwerpunkt die Gegend um Bernau in Richtung Berlin und in einigen Fällen in Richtung Oranienburg. Ob dies entlang der S-Bahn-Linien passiere, wurde nicht bestätigt oder ausgeschlossen. Es scheint sich um mehrere Gruppen von Tätern zu handeln. Da es eine räumliche Nähe und ein etwa gleiches Täterprofil gibt, kann es sich auch um eine lose Gruppe handeln, deren Zusammensetzung sich immer wieder etwas ändert.

Die Polizei ist sich noch nicht sicher, ob die Täter gezielt auf Social Media Plattformen nach Parties gesucht haben, um dort ihr Unwesen zu treiben, oder einfach ziellos und zufällig nach lauten Veranstaltungen von Jugendlichen gesucht haben. "Für beide Varianten gibt es Anhaltspunkte", teilte die Polizei mit. Die Beamten raten daher, Feiern nicht auf sozialen Medien anzukündigen, Gäste persönlich einzuladen und beim Auftreten ungebetener Gäste im Zweifel die Polizei zu rufen.
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pvk
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Oderberger Zeitung

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