Entsorgung: Dachpappe deutlich teurer

Oderberg - Ab heute gilt eine neue Gebührensatzung für die Entsorgung bei der Barnimer Dienstleistungs Gesellschaft (BDG). Wie Der Landkreis Barnim auf seiner Webseite mitteilte, werden die Preise für die Entsorgung von Dachpappe die mit Teer oder Asbest belastet ist deutlich teurer. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Kreistag in der vergangenen Woche getroffen. Je nach Teergehalt der Baustoffe werden ab sofort pro Tonne zwischen 300 Euro (bis 5% Teer) und 380 Euro (bis 20% Teer) fällig. Allerdings muss der Teergehalt und die Freiheit vom Schadstoff Astbest mit einem Gutachten belegt werden.

Dachpappe als Entsorgungsgut. Bild: SWH GmbH


Vor allem in der früheren DDR wurde der Schadstoff Asbest im Bau verwendet. Besonders häufig findet sich der krebserregende Werkstoff in Dämmungen und Dachpappe. Wenn keine Expertise vorliegt, wird vorsichtshalber davon ausgegangen, dass das Material mit Asbest belastet ist. Der Sondermüll kostet dann bei der Entsorgung 700 Euro pro Tonne, da das Material dann einer gesonderten Entsorgung zugeführt werden müsse und nicht - wie bisher üblich - verbrannt werden kann. Dachpappe kann von Privatleuten und Baufirmen an den BDG Standorten in Bernau und in Eberswalde entsorgt werden. Die kleineren Wertstoffhöfe nehmen den Abfall hingegen nicht an. Als saisonale Änderung geht auch bei der BDG ab heute die Sommerzeit los. Das heißt, dass fast alle Standorte bis zum Oktober längere Öffnungszeiten für die Entsorgung anbieten.
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pvk
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Oderberger Zeitung

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