Amt BCO versucht sich ebenfalls an Bürgerbus

Oderberg - Zur Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) will das Amt Britz-Chroin-Oderberg einen so genannten Bürgerbus einrichten. Dabei handelt es sich um einen Rufbus, der von freiwilligen Helfern gefahren und verwaltet wird, teilte der Amtsleiter Jörg Matthes (SPD) auf der Webseite der Behörde mit. Gegenwärtig suche die Verwaltung freiwillige Helfer, die sich dem Projekt annehmen.

Der Bürgerbus soll flexibler und kleiner sein, als der Regelverkehr im ÖPNV. Bild: pvk


Erst im vergangenen Jahr war ein ähnliches Projekt in der Gemeinde Schorfheide gescheitert. Dort hatte der Landkreis bereits ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt und die Gemeinde auch im Management des potentiellen Kleinbusbetriebs unterstützt. Schlussendlich fehlte es aber an geeigneten Fahrern, die vor allem an den Wochenenden und zu den Tagesrandzeiten ihr Mitbürgerinnen und Mitbürger ohne Bezahlung fahren wollten, auch wenn die Gemeinde beispielsweise die Ausbildung zum P-Schein-Fahrer gezahlt hätte.

Nach Angaben des Amtsdirektors braucht es unter anderem Fahrer, Dispatcher und Hilfe in der Öffentlichkeitsarbeit, um das Projekt anzuschieben. Welche Qualifikationen die Interessenten mitbringen sollten, wurde nicht bekannt. Offenbar war im Vorfeld die Einrichtung eines ähnlichen Dienstes in Regie der Barnimer Busgesellschaft nicht von Erfolg gekrönt. Vor allem am Wochenende sind die regelmäßig verkehrenden Buslinien stark ausgedünnt, so dass nur zwei oder drei Busse am Tag verkehren. Für junge Menschen oder aktive Senioren, die besonders auf den ÖPNV angewiesen sind, ist das wenig attraktiv. Hinzu kommt, dass der Landkreis auch generell mehr Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen möchte.

Ein Treffen, bei dem die Verwaltung mehr Informationen herausgeben will und Freiwillige für die Aufgabe begeistern möchte, wurde für den 08. Mai ausgeschrieben. Es findet um 18.00 Uhr im Saal des Rathauses in Britz statt.
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pvk
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Oderbeger Zeitung

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