Oderberg - Im Barnim wurden 2018 weniger Straftaten verübt als im Vorjahr. Die Zahl der registrierten Delikte ging um 447 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Von der Polizeiinspektion Barnim wurden 10719 Straftaten aufgenommen, was gut 29 Fällen pro Tag entspricht und fünf Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. Gleichzeitig wurden mehr Taten aufgeklärt. Die Quote stieg auf 54,6 Prozent. Sie liegt aber immer noch unter dem Landesdurchschnitt. Die Angaben beruhen auf der polizeilichen Kriminalstatistik 2018 deren regionalisierte Form am Montag von der Polizeidirektion Ost vorgestellt worden ist.
In vielen Bereichen zeigt die Statistik, dass das Leben im Nordosten sicherer geworden ist. Deutliche Rückgänge gab es bei den Diebstählen. Das gilt auch für Autodiebstahl und sehr deutlich beim Diebstahl von Fahrrädern. Hier ging die Zahl der erfassten Taten um rund 16% zurück. Laut der Statistik wurden 2018 insgesamt 576 Drahtesel entwendet. Erfreulich ist der ebenfalls starke Rückgang bei Wohnungseinbrüchen um fast 22% auf 185 Taten. Dies führt die Polizei vor allem auf konsequente Ermittlungsarbeit zurück. Ähnliches gilt auch für die Einbrüche in Firmen und Baustellen. Hier schlugen die Langfinger im vergangenen Jahr 171 Mal zu (Vergleich 2017: 202).
Mehr Körperverletzungen und Sexualdelikte
Auch wenn mit einer hohen Deliktanzahl von 1067 Taten die Körperverletzungen sogar leicht anstiegen, ist hier die Aufklärungsquote von 89,2 Prozent besonders hoch. Gleiches gilt bei Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, worunter die Polizei unter anderem sexuelle Belästigung, Exibitionismus, sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung zählt. Hier ist die Zahl der registrierten Taten deutlich auf 592 gestiegen. Dies führt die Polizei auf ein geändertes Anzeigeverhalten im Zuge gesellschaftlicher Debatten wie "#MeToo" zurück.
Stark gestiegen ist die Zahl der Drogendelikte. Die 559 Straftaten bedeuten eine Zunahme von fast 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zumindest die Polizei sieht dies als Ausweis einer guten Kontrollarbeit vor Ort an. Besorgniserregend sind auch die politisch motivierten Straftaten. Hier liegt die PD Ost deutlich über dem Landesdurchschnitt und verzeichnete mit 644 Taten einen deutlichen Anstieg von vier Prozent. Dabei ist der Fokus die rechtsradikale Kriminalität 508 Taten, während 58 Taten der linken Kriminalität zugerechnet wurden. Deutliche Schwerpunkte sind die Städte entlang der Oder: Cottbus, Eisenhüttenstadt, Frankfurt aber auch Schwedt.
Mit einer Quote von 17,1 Prozent ist rund jeder sechste Täter kein Deutscher. Allerdings begingen nicht Deutsche Täter nur rund neun Prozent der aufgenommenen Straftaten. Dabei sind Ladendiebstahl, Körperverletzung und Schwarzfahren die häufigsten Delikte. Entgegen immer wieder verbreiteter Meldungen vor - allem in den sozialen Netzwerken - machen Sexualdelikte nur neun Prozent der durch Ausländer begangenen Straftaten aus. Das sind 56 Fälle - allerdings für ganz Ostbrandenburg.
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pvk
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Oderberger Zeitung
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| Die Polizei zieht in Sachen Kriminalitätsentwicklung ein positives Fazit. (Symbolbild) Bild: Polizei Brandenburg |
In vielen Bereichen zeigt die Statistik, dass das Leben im Nordosten sicherer geworden ist. Deutliche Rückgänge gab es bei den Diebstählen. Das gilt auch für Autodiebstahl und sehr deutlich beim Diebstahl von Fahrrädern. Hier ging die Zahl der erfassten Taten um rund 16% zurück. Laut der Statistik wurden 2018 insgesamt 576 Drahtesel entwendet. Erfreulich ist der ebenfalls starke Rückgang bei Wohnungseinbrüchen um fast 22% auf 185 Taten. Dies führt die Polizei vor allem auf konsequente Ermittlungsarbeit zurück. Ähnliches gilt auch für die Einbrüche in Firmen und Baustellen. Hier schlugen die Langfinger im vergangenen Jahr 171 Mal zu (Vergleich 2017: 202).
Mehr Körperverletzungen und Sexualdelikte
Auch wenn mit einer hohen Deliktanzahl von 1067 Taten die Körperverletzungen sogar leicht anstiegen, ist hier die Aufklärungsquote von 89,2 Prozent besonders hoch. Gleiches gilt bei Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, worunter die Polizei unter anderem sexuelle Belästigung, Exibitionismus, sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung zählt. Hier ist die Zahl der registrierten Taten deutlich auf 592 gestiegen. Dies führt die Polizei auf ein geändertes Anzeigeverhalten im Zuge gesellschaftlicher Debatten wie "#MeToo" zurück.
Stark gestiegen ist die Zahl der Drogendelikte. Die 559 Straftaten bedeuten eine Zunahme von fast 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zumindest die Polizei sieht dies als Ausweis einer guten Kontrollarbeit vor Ort an. Besorgniserregend sind auch die politisch motivierten Straftaten. Hier liegt die PD Ost deutlich über dem Landesdurchschnitt und verzeichnete mit 644 Taten einen deutlichen Anstieg von vier Prozent. Dabei ist der Fokus die rechtsradikale Kriminalität 508 Taten, während 58 Taten der linken Kriminalität zugerechnet wurden. Deutliche Schwerpunkte sind die Städte entlang der Oder: Cottbus, Eisenhüttenstadt, Frankfurt aber auch Schwedt.
Mit einer Quote von 17,1 Prozent ist rund jeder sechste Täter kein Deutscher. Allerdings begingen nicht Deutsche Täter nur rund neun Prozent der aufgenommenen Straftaten. Dabei sind Ladendiebstahl, Körperverletzung und Schwarzfahren die häufigsten Delikte. Entgegen immer wieder verbreiteter Meldungen vor - allem in den sozialen Netzwerken - machen Sexualdelikte nur neun Prozent der durch Ausländer begangenen Straftaten aus. Das sind 56 Fälle - allerdings für ganz Ostbrandenburg.
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