Sturmtief "Bennet" fegt über den Barnim

Oderberg - Am Montag und in der Nacht zu Dienstag ist der Wintersturm "Bennet" mit schweren Sturmböen von bis zu 105 Stundenkilometern über den Barnim gefegt. "Insgesamt blieb es in der Region ruhig. Es gibt keine sturmbedingten Einsätze, die besonders herausstechen", sagte der Lagedienst der Leitstelle Eberswalde der Oderberger Zeitung. "Hier ein Bäumchen, da ein Bäumchen - aber nichts Dramatisches", ergänzte der Sprecher.

Die Freiwillige Feuerwehr Biesenthal beseitigen einen vom Sturm gefällten Baum. Bild: LZ Biesenthal via Facebook.


Mehrere Freiwillige Feuerwehren im Landkreis mussten ausrücken, weil umgestürzte Bäume Straßen oder Gleise blockierten. Bilder davon veröffentlichten unter anderem die Wehren aus Wandlitz und Biesenthal. Auch in Liepe landete bereits in den Mittagsstunden ein kleiner Baum zwischen Autowerkstatt und Kleingartenkolonie auf der L29, wurde aber von Verkehrsteilnehmern von der Fahrbahn gezogen, bevor die Feuerwehr tätig werden musste. Am Abend kam ein Auto zwischen Britz und Golzow von der Straße ab. Eine Person wurde verletzt. Ob der Wagen von einer Windböe in den Graben getragen wurde oder der Fahrer die Kontrolle über den PKW verlor, ist noch unklar.

Zwischen Wilmersdorf und Angermünde fiel ein Baum ins Gleisbett der Bahnstrecke Berlin-Stettin. Nach Informationen des Störungsdienstes der Deutschen Bahn AG kam es bis in die Nachtstunden zu Verspätungen auf der Strecke. Allerdings auch, weil die Geschwindigkeit der Regional- und Fernzüge vor allem auf den Strecken in Mecklenburg auf 80 oder sogar 60 Stundenkilometer gedrosselt wurde.

Ein Toter und viele Schäden in NRW und Niedersachsen

Schwerer traf es den Westen Deutschlands. In Nordrhein-Westfalen starb ein Autofahrer nachdem sein Wagen durch einen umstürzenden Baum getroffen wurde. Die Karnevalszüge in Köln, Düsseldorf und Mainz verzichteten auf Fahnen und Pferde wegen des Windes. Im Münsterland nahmen mehrere Windkraftanlagen Schaden. In Berlin kam es im Stadtteil Wedding zu einem größeren Stromausfall. Grund war hier ein Schaden an einem Transformator.

Sturmtief "Bennet" war der erste große Wintersturm in diesem Jahr. Je nach Wetterlage könnten ihm weitere Atlantiktiefs in den nächsten Tagen folgen, die aber nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes weniger stark sind. In nächster Zeit sei daher immer wieder mit starkem Wind aus Westen zu rechnen. Ein Gutes hatte der Sturm: Auch wenn es immer noch viel zu trocken fr die Jahreszeit ist, wurde nach den stürmischen Regenfällen die Waldbrandwarnstufe für den Landkreis Barnim auf die niedrigste Stufe "1" heruntergesetzt.
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pvk
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Oderberger Zeitung

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