Spargelsaison beginnt verfrüht

Oderberg - In Brandenburg hat die Spargelernte deutlich früher als in den Vorjahren begonnen. Wie der Spargelhof Klaistow, einer der größten Produzenten in der Spargelregion um Beelitz (LK Potsdam-Mittelmark) mitteilte, seien bereits acht Tonnen des weißen Edelgemüses auf den Feldern rund um die Kleinstadt gestochen worden. Die Ernte begann damit gut drei Wochen vor dem avisierten Beginn der Spargelsaison am 11. April.

Spargel bei der Zubereitung. Bild: Beelitzer Spargelverein


Grund dafür sei der ausgesprochen milde Winter und die frühlingshafte Phase in der zweiten Februarhälfte, teilte der Spargelerzeuger am Freitag auf seiner Website und in einer Presseerklärung mit. Die Temperaturen bis zu 20 Grad Celsius und ausbleibende Nachtfröste hätten das Wachstum der  Stangen angekurbelt. Durch den frühen Saisonbeginn stellen sich die Brandenburger Spargelbauern auch Produkten aus Griechenland und Bulgarien entgegen, die vor allem in den Supermärkten und Discountern in der ersten Aprilhälfte das Angebot dominieren und oftmals preisgünstiger sind, als Spargel aus der Beelitzer Region.

Weniger Anbaufläche und längere Saison für stabile Preise

Insgesamt erwarten die Spargelbauern aber weniger Ertrag als im vergangenen Jahr, sagt der Beelitzer Spargelverein. Anbauflächen wurden reduziert, so dass einige tausend Tonnen weniger Spargel auf dem Markt sein werden. Durch die Rekordernte von 23.200 Tonnen des weißen Gemüses vergangenes Jahr, war der Kilopreis für Beelitzer Spargel zum Teil deutlich unter die Marke von acht Euro gefallen. Eine Tendenz, welcher die Produzenten entgegenwirken wollen.

Die Region um Beelitz ist das größte Spargelanbaugebiet in den neuen Bundesländern und nach der Region Nienburg in Niedersachsen als das zweitgrößte der Republik. Die Spargelsaison geht bis zum Johannistag am 24. Juni. Jedes Jahr vertilgen die Deutschen nach Angaben des Zahlendienstes Statista 123.000 Tonnen Spargel. Das entspricht 1,5 Kilogramm pro Person.
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pvk
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Oderberger Zeitung

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