Oderberg - Der kuriose Fall eines in einer Einkaufstasche sichergestellten Strumgewehrs aus Neuruppin bekommt eine neue Wendung. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Neuruppin am Donnerstag gemeinsam mitteilten, hat die Polizei am Vormittag in Zehdenick (LK Oberhavel) ein Waffenlager ausgehoben, aus dem auch das Neuruppiner Sturmgewehr stammen soll. Die jugoslawische Zastava M70, ein leicht modifizierter Nachbau der AK-47 "Kalashnikov", soll demnach vorher im Besitz eines Zehdenickers gewesen sein. Welche Beziehung es zwischen ihm und dem 27-jährigen Neuruppiner gibt, der auch wegen eines ignorierten Bußgeldes per Haftbefehl gesucht wurde, ist unklar.
Besonders pikant: Bei dem 59-jährigen Deutschen aus Zahdenick handelt es sich um einen ehemaligen Polizeibeamten. Warum der Mann aus dem Staatsdienst ausschied, teilten die Behörden nicht mit. Bei der waffenrechtlichen Kontrolle in den Räumen ehemaligen Polizisten fanden die Ermittler nicht nur Waffen, die legal auf den Brandenburger registriert waren, sondern zahlreiche andere verbotene Gegenstände, Waffen, Munition und Waffenteile.
Alle Waffen und sonstigen gefährlichen Gegenstände seien beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft hat den Mann in Haft genommen und prüft zur Zeit, ob ihm unter anderem wegen Verstoß gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz ein Haftbefehl verkündet wird. In mehreren Medien war der Zehdenicker dem Spektrum der Reichsbürger zugeordnet worden. Diese rechtsradikalen Extremisten lehnen die staatliche Ordnung der Bundesrepublik ab. Vor zwei Jahren erschoss in Bayern ein Reichsbürger einen Polizisten, der zusammen mit anderen Kollegen eine waffenrechtliche Kontrolle durchsetzen wollte.
Die Polizei wollte die Zuordnung des Zehdenickers zur Reichsbürger-Szene am Donnerstag weder bestätigen, noch dementieren. Grund: Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Falls dauern zur Stunde noch an. Erst vor wenigen Tagen hatte der Verfassungsschutz darauf hingewiesen, dass die Zahl der so genannten Reichsbürger und Selbstverwalter auch in Brandenburg deutlich ansteige und ein Teil der Szene als gewaltbereit und bewaffnet gelte.
#
pvk
##
Oderberger Zeitung
![]() |
| Bei einem ehemaligen Polizisten wurde ein Waffenlager ausgehoben. (Symbolbild). Bild: LGKdo Salzburg |
Besonders pikant: Bei dem 59-jährigen Deutschen aus Zahdenick handelt es sich um einen ehemaligen Polizeibeamten. Warum der Mann aus dem Staatsdienst ausschied, teilten die Behörden nicht mit. Bei der waffenrechtlichen Kontrolle in den Räumen ehemaligen Polizisten fanden die Ermittler nicht nur Waffen, die legal auf den Brandenburger registriert waren, sondern zahlreiche andere verbotene Gegenstände, Waffen, Munition und Waffenteile.
Alle Waffen und sonstigen gefährlichen Gegenstände seien beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft hat den Mann in Haft genommen und prüft zur Zeit, ob ihm unter anderem wegen Verstoß gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz ein Haftbefehl verkündet wird. In mehreren Medien war der Zehdenicker dem Spektrum der Reichsbürger zugeordnet worden. Diese rechtsradikalen Extremisten lehnen die staatliche Ordnung der Bundesrepublik ab. Vor zwei Jahren erschoss in Bayern ein Reichsbürger einen Polizisten, der zusammen mit anderen Kollegen eine waffenrechtliche Kontrolle durchsetzen wollte.
Die Polizei wollte die Zuordnung des Zehdenickers zur Reichsbürger-Szene am Donnerstag weder bestätigen, noch dementieren. Grund: Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Falls dauern zur Stunde noch an. Erst vor wenigen Tagen hatte der Verfassungsschutz darauf hingewiesen, dass die Zahl der so genannten Reichsbürger und Selbstverwalter auch in Brandenburg deutlich ansteige und ein Teil der Szene als gewaltbereit und bewaffnet gelte.
#
pvk
##
Oderberger Zeitung

Kommentare
Kommentar veröffentlichen