Kriegswaffe in der Einkaufstüte

Oderberg - Einen ungewöhnlichen Inhalt entdeckten Polizeibeamte, die am Samstagnachmittag einen Mann auf der Karl-Marx-Str. in Neuruppin kontrollierten. Wie die Polizei berichtet, trug der 28-jährige Neuruppiner in der Einkaufstasche eine scharfe Kriegswaffe vom Typ AK-47 "Kalaschnikow" mit sich herum. Zwar sei ein Magazin in das Sturmgewehr eingesetzt gewesen, Munition führte der Mann aber nicht mit. Die Infanteriewaffe, die in dieser Variante unter anderem von der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte oder auch der Nationalen Volksarmee (NVA) und anderen bewaffneten Organen der DDR verwendet wurde, unterliegt dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Allein der Besitz durch Privatpersonen ist strafbar.

Eine AK-47 der dritten Generation. (Symbolbild) Bild: wikimediacommons

Die Beamten stellten außerdem fest, dass der Deutsche per Haftbefehl gesucht wurde. Er war ein Bußgeld in Höhe von 275 Euro schuldig. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Delinquenten fanden die Beamten 20 Extasy-Tabletten, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Er wurde noch am Samstag wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem er die Geldbuße in voller Höhe zahlen konnte. Experten des Landeskriminalamtes prüfen nun, woher die Waffe stammt und ob sie ggf. im Zusammenhang mit anderen Straftaten bereits aufgetaucht ist.
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pvk
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Oderberger Zeitung

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