Synagogen-Denkmal geschändet

Eberswalde - Der Erinnerungsort an die Synagoge Eberswalde ist in der Nacht zum Mittwoch von noch unbekannten Tätern geschändet worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sei eine Sitzbank des Gedenkortes mit roter Farbe beschmiert worden. Außerdem hätten die Unbekannten einen in den Steinboden eingelassenen Scheinwerferstreifen mittels Steinwürfen beschädigt. Über die Höhe des am Gedenkort entstandenen Sachschadens machten die Behörden noch keine Angaben. Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei übernommen. Die Polizei schloss einen rechtsextremen Hintergrund der Tat nicht aus.

Die Synagoge Eberswalde brannte im August 1931 nach Blitzschlag ab. Bild: Archiv

Die Synagoge Eberswalde wurde 1910 an der heutigen Goethestraße errichtet und galt als eines der schönsten jüdischen Gotteshäuser in Brandenburg. Das Gebäude brannte bereits im August 1931 ab, nachdem es von einem Blitz getroffen wurde. Seit 2013 befindet sich nahe des ursprünglichen Standortes ein Gedenkort, der von Bundespräsident Gauck eingeweiht wurde. Besonders traurig - die Tat ereignete sich in Sichtweite des Polizeireviers und der Kreisverwaltung. In den Nachstunden blieb die Tat offenbar trotzdem unbemerkt.
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pvk
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Oderberger Zeitung

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