Oderberg - Das Bauunternehmen Bohlen&Doyen GmbH hat den Abraum aus dem Pipelinebau für Projekte in der Stadt Oderberg angeboten. Wie der Verein Perspektive Oderberg e.V. am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss berichtete, stünden mehrere LKW-Ladungen märkischen Sandes zur Verfügung. "Ab morgen früh 07.00 Uhr kann der abgeholt werden", sagte die Vereinsvorsitzende Heike Fröhlich den Ausschussmitgliedern und den anwesenden Vertretern des Amtes Britz-Choin-Oderberg. Bei dem Abraum handele es sich um Sand, der beim Verlegen der Gaspipeline "EUGAL" rund um Oderberg angefallen sei.
Die Vertreter der Stadt und des Amtes reagierten verhalten auf die Vorschläge des Vereins und der Firma. Der Sand wird sonst in den kommenden sieben bis zehn Tagen zur Entsorgung abtransportiert, berichtete die Vereinsvorsitzende. Vorschläge zur Nutzung der Masse reichten vom Aufbringen auf den Beachvolleyballplatz an der Sporthalle bis zum Austausch des Sandes auf dem Gelände des Binnenschifffahrtsmuseums. Auch die Aufschüttung des Sandes an der Wriezener Alten Oder, um dort eine mögliche Badestelle einzurichten, wurde kurz ins Gespräch gebracht.
Bodenqualität und Lagergenehmigung unklar
Unklar blieb in der Sitzung, welche Bodenqualität der Abraum hat. Der Bauleiter des Projektes habe der Vereinsvorsitzenden versichert, dass es sich um beprobten Boden handele, der die Klassifizierung "Z1" erfülle. Das hieße, dass es sich um Sand handelt, der mit weniger als zehn Prozent mit anderen Stoffen durchmischt und nicht mit Schadstoffen belastet wäre. Ob dies für eine Nutzung als "Sportboden" ausreiche, wurde nicht bekannt. Von Seiten des Amtes war zu hören, dass eine Qualität "Z0", also siebfähig ohne mineralische Beimengen notwendig bzw. wünschenswert für eine kommunale Verwendung wäre.
Außerdem blieb zunächst unklar, wo der Sand bis zu einer kommunalen Nutzung gelagert werden soll. Zurzeit befindet sich der Abraum an der Baustelle nahe des Bardin. Für die weitere Lagerung müsste dem Vernehmen nach eine Genehmigung vom Landkreis eingeholt werden. Für die Entsorgung von Sand der genannten Klassen fallen neben dem Transport sonst je nach Recycling-Betrieb zwischen 25 und 45 Euro pro Tonne an Kosten an. Außerdem könnten die Kosten und Verkehrsbelastungen für einige LKW-Fahrten eingespart werden.
#
pvk
##
Oderberger Zeitung
###
Journalistischer Hinweis: Der Autor dieses Beitrages befindet sich mit der bezeichneten Baufirma zur Zeit in einem Rechtsstreit, weshalb die Sichtweise/das Statement der Firma vor der Erstellung dieses Beitrages nicht eingeholt werden konnte. Trotz dessen bemüht sich der Autor auch die Position des Unternehmens objektiv wiederzugeben.
![]() |
| Der Sand ist beim Bau der Pipeline "EUGAL" angefallen. Bild: pvk |
Die Vertreter der Stadt und des Amtes reagierten verhalten auf die Vorschläge des Vereins und der Firma. Der Sand wird sonst in den kommenden sieben bis zehn Tagen zur Entsorgung abtransportiert, berichtete die Vereinsvorsitzende. Vorschläge zur Nutzung der Masse reichten vom Aufbringen auf den Beachvolleyballplatz an der Sporthalle bis zum Austausch des Sandes auf dem Gelände des Binnenschifffahrtsmuseums. Auch die Aufschüttung des Sandes an der Wriezener Alten Oder, um dort eine mögliche Badestelle einzurichten, wurde kurz ins Gespräch gebracht.
Bodenqualität und Lagergenehmigung unklar
Unklar blieb in der Sitzung, welche Bodenqualität der Abraum hat. Der Bauleiter des Projektes habe der Vereinsvorsitzenden versichert, dass es sich um beprobten Boden handele, der die Klassifizierung "Z1" erfülle. Das hieße, dass es sich um Sand handelt, der mit weniger als zehn Prozent mit anderen Stoffen durchmischt und nicht mit Schadstoffen belastet wäre. Ob dies für eine Nutzung als "Sportboden" ausreiche, wurde nicht bekannt. Von Seiten des Amtes war zu hören, dass eine Qualität "Z0", also siebfähig ohne mineralische Beimengen notwendig bzw. wünschenswert für eine kommunale Verwendung wäre.
Außerdem blieb zunächst unklar, wo der Sand bis zu einer kommunalen Nutzung gelagert werden soll. Zurzeit befindet sich der Abraum an der Baustelle nahe des Bardin. Für die weitere Lagerung müsste dem Vernehmen nach eine Genehmigung vom Landkreis eingeholt werden. Für die Entsorgung von Sand der genannten Klassen fallen neben dem Transport sonst je nach Recycling-Betrieb zwischen 25 und 45 Euro pro Tonne an Kosten an. Außerdem könnten die Kosten und Verkehrsbelastungen für einige LKW-Fahrten eingespart werden.
#
pvk
##
Oderberger Zeitung
###
Journalistischer Hinweis: Der Autor dieses Beitrages befindet sich mit der bezeichneten Baufirma zur Zeit in einem Rechtsstreit, weshalb die Sichtweise/das Statement der Firma vor der Erstellung dieses Beitrages nicht eingeholt werden konnte. Trotz dessen bemüht sich der Autor auch die Position des Unternehmens objektiv wiederzugeben.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen